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Welche Probleme können entstehen?
Falls eine Hochbegabung nicht erkannt wird, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Häufig langweilt ein hochbegabtes Kind sich im Unterricht, da ihm das Lerntempo in der Schule zu langsam ist. Lösungen für einfache Aufgaben „fliegen ihm nur so zu“. In späteren Schuljahren kann es wichtig sein, bestimmte Lernstrategien zu beherrschen, da z.B. die Vermittlung von neuem Stoff darauf aufbaut. Es kann passieren, dass das intellektuell hochbegabte Kind ‚nicht mehr die gleiche Sprache spricht’, wie seine Mitschüler. Es löst Aufgaben nach seiner eigenen intuitiv-spontanen Methode. Es kann zu immer größeren Passungsproblemen mit der didaktischen Norm des Schulunterrichts kommen. Das intellektuell hochbegabte Kind kann in die Rolle des ‚Sonderlings’ geraten. Nicht immer tut das dem Selbstwertgefühl eines Kindes gut!
Ebenso kann es zu Problemen mit Gleichaltrigen kommen; andere Kinder stoßen das hochbegabte Kind aus. Es kann als „Besserwisser“ gelten. Es kann sich in die Rolle des Klassenclowns flüchten. Problematisch kann es auch sein, falls ein hochbegabtes Kind deutliches Interesse an Erwachsenenthemen zeigt und viel mit Älteren Kontakt hat. Zugleich zu seiner Orientierung an Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann das hochbegabte Kind nicht ganz mithalten, da es in seiner emotionalen Entwicklung eben doch ein durchschnittliches Kind ist. Zu einer gelungenen Entwicklung gehört es, allgemeine alterstypische Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehört z.B. das Rivalisieren mit Gleichaltrigen oder den sogenannten Werksinn auszubilden. Damit ist gemeint, etwas Richtiges zu machen statt zu spielen und Dinge zu einem gelungenen Ende zu bringen. In der Fachwelt spricht man von ‚Dys-Synchronie", wenn bei einem Kind gleichzeitig sehr starke Unterschiede in verschiedenen Entwicklungsbereichen bestehen. Bestehen solche starken Unterschiede in verschiedenen Entwicklungsbereichen, weiß das Umfeld des Kindes oft nicht, wie damit umgehen. Das intellektuell hochbegabte Kind passt nicht in die Norm. Es fühlt sich häufig unverstanden. Eltern können überfordert sein. Bei einer Nicht-Passung der Bedürfnisse des Kindes mit seiner Umwelt bleibt das Kompetenz-Potential des Kindes unberücksichtigt und seine gesunde Entwicklung wird behindert. Damit ihr Kind in die passende Schule kommt und ihm angemessene Entwicklungsbedingungen geschaffen werden können, ist eine fachliche Diagnostik wichtig. Aus der psychologischen Untersuchung, die ein ausführliches persönliches Gespräch, einen Intelligenztest und ggf. weitere Testverfahren umfasst, resultieren fundierte Empfehlungen. Hierbei ist es uns wichtig, dass wir eine umfassende Beratung und Hilfe zur Eigenhilfe anbieten und über eine bloße „Ist-Feststellung“ hinausgehen.
Dabei liegt unserem Beratungsverständnis ein positives Menschenbild zugrunde. Mit dieser positiven Grundorientierung möchten wir zur konstruktiven Entwicklung von Bewältigungskompetenz des Kindes wie seinen Eltern beisteuern.
„Es gibt nichts ungerechteres als die gleiche Behandlung von Ungleichen“ (Paul F. Branntwein) Weiterführender Link zu Hochbegabung : Wikipedia
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