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Woran erkennt man Dyskalkulie? PDF Drucken

In Kürze:
Rechenschwäche zeigt sich beim Verdrehen von Zahlen


Rechenschwäche wird durch großen Aufwand, Abzählen und Auswendiglernen aufgefangen.

Rechenschwäche erschwert den Alltag bei Längen-, Raum-, und Zeitmaßen, beim Lösen von Textaufgaben., .

Rechenschwäche macht das Verstehen von weiterführenden mathematischen Problemen unmöglich ( Prozent-, Integral-, Bruchrechnen, komplexe Gleichungen)

Nicht behandelte Rechenschwäche kann Konzentrationsstörungen, vermindertes Selbstwertgefühl und Mutlosigkeit beim Lernen allgemein zur Folge haben.

ausführlicher:
Durch Rechenschwäche/ Dyskalkulie Betroffene und ihr Umfeld müssen sich im Alltag, sowie in Ausbildung und Prüfungen übermäßig und für sich selbst oft nicht nachvollziehbar anstrengen.
Menschen mit Rechenschwäche müssen fehlendes mathematisches Grundverständnis mit Auswendiglernen, großem Zeitaufwand und der Angst trotzdem zuscheitern ausgleichen.

Grundrechenarten oft schon auf Grundschulniveau werden von Menschen mit Rechenschwäche/ Dyskalkulie verwechselt und nicht bewältigt.

Grundrechenarten können von Menschen mit Rechenschwäche nicht auf den Alltag bezogen werden.

Gewohntes Üben bringt bei Menschen mit Dyskalkulie kaum Fortschritte, die Hausaufgaben in Mathematik ziehen sich lange hin, werden aufgeschoben, können nur mit vieler Hilfe von außen bewältigt werden.

Manche von Rechenschwäche Betroffenen sind sehr unruhig oder verschlossen, wenn es um Mathematische Probleme geht.

Beim Umgang mit mathematischen Problemen ermüdet die Konzentration bei Menschen mit Rechenschwäche schnell.

Textaufgaben bereiten einem Kind mit Rechenschwäche Schwierigkeiten:
Für 8 Kaninchen sind 32 Möhren da. Wie viele Möhren bekommt jedes Kaninchen, und, wie sieht die passende Gleichung dazu aus?

Auch ein Erwachsener kann vielleicht die Frage: Wie viel Wechselgeld bekomme ich, wenn ich mit 100 Euro bezahle und etwas 74,99 Euro kostet? nicht einfach beantworten und abschätzen.
Ist 1/8 Liter mehr als ¼ Liter, weil die zahl unten ja größer ist?

Menschen mit Dyskalkulie fallen Analogiebildungen schwer oder gelingen nicht: Wenn 21 plus 7= 28 ist, wie viel ist dann 31 plus 7? Eine Analogie zwischen den beiden Aufgaben wird nicht gesehen. Statt ein Rechenprinzip (1+7=8; 21 + 7 = 28 etc.) anzuwenden, wird bei Rechenschwachen ein Rechenweg immer wieder neu ‚abgezählt’.

Nicht nur Kinder mit Dyskalkulie arbeiten mit Hilfslösungen: Auswendiglernen statt verstehen; abzählen an den Fingern oder Zehen statt in Mengenbegriffen zu denken.
Deshalb verrechnen sich Menschen mit Rechenschwäche oft um 1 – so z.B. 4+5=8, da die ‚4’ mit abgezählt wird.

Dyskalkulie zeigt sich auch darin, dass; Zahlbedeutung und Zahlenbeziehungen unklar sind; man beginnt immer wieder bei eins, zwei, drei ...

Größenverhältnisse und Mengenbegriffe sind durch die Rechenschwäche nicht sicher verankert; Es fehlen verlässliche Vorstellungen beim Einschätzen von Kochzutaten, Längen- und Raummaßen.

Menschen mit Rechenschwäche ist nicht klar: Was ist der Unterschied zwischen Zahl und Anzahl ?

Dyskalkulie kann sich auch dadurch zeigen, dass Zahlen verdreht, Stellen vertauscht (27, 72) werden.

Beim Rechnen mit dem Stellenübergang und dem Umgang mit der Null bestehen bei Menschen mit Rechenschwäche Schwierigkeiten.

Ein unsicheres ‚Gefühl für Zahlen’ zeigt sich bei Dyskalkulie darin nicht abschätzen zu können. Was bedeutet größer, kleiner, gleich?
Offensichtlich falsche Rechenergebnisse werden nicht erkannt.
Nicht zuletzt erkennt man Rechenschwäche daran, dass Schwierigkeiten dem Mathemathik-Unterricht folgen zu können zunehmen.

 

 

Weiterführender Link zu Rechenschwäche: Deutscher Bildungsserver